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Die Gesundheitsfürsorge für Mitarbeiter wird steuerlich gefördert

 

Die Gesundheit ist ein hohes Gut. Gesunde Mitarbeiter sind motivierter und kreativer und machen ein Unternehmen leistungsfähiger, als gestresste und kranke Mitarbeiter. Um Arbeitgeber zu motivieren, mehr für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun, sieht das Jahressteuergesetz 2010 einen Steuerfreibetrag von 300-500 Euro pro Mitarbeiter vor. Konkret heißt das: Bis zu einem Freibetrag von 300-500 Euro im Jahr je Arbeitnehmer sind Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Gesundheitsförderung zusätzlich zum Gehalt Lohnsteuer- und Sozialversicherungsfrei (§ 3 Nr. 34 EStG).

 

Die Voraussetzungen für die steuerliche Förderung


• Die Leistung darf 300-500 Euro im Kalenderjahr je nach Krankenkasse pro Arbeitnehmer nicht übersteigen. Wird diese Grenze überschritten, ist nur der übersteigende Teil Lohnsteuer- und Sozialabgabenpflichtig.


• Die Präventionsleistung muss zusätzlich zum Arbeitslohn erbracht werden. Eine Entgeltumwandlung zur Einsparung von Lohnnebenkosten ist nicht möglich.


• Gefördert werden Maßnahmen auf Grundlage der gesundheitsfachlichen Bewertungen der Krankenkassen. Welche Leistungen das konkret sind, ist im Leitfaden „Gemeinsame Handlungsfelder und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von § 20 Abs. l SGB V und § 20a SGB V“ normiert.


• Unter anderem sind es folgende Handlungsfelder:
- arbeitsbedingte körperliche Belastungen (Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparates) und
- psychosoziale Belastung, Stress (Förderung individueller Kompetenzen der Stressbewältigung am Arbeitsplatz, gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung).

 

Arbeitgeber können selbst Maßnahmen anbieten oder Zuschüsse gewähren

 

Der Arbeitgeber kann selbst gesundheitsfördernde Maßnahmen leisten, zugelassene Anbieter engagieren oder einen Zuschuss für derartige externe Maßnahmen an seine Arbeitnehmer auszuzahlen. Insbesondere Arbeitgeber kleinerer oder mittlerer Unternehmen können oftmals nicht in dem Maße wie große Unternehmen eigene Gesundheitsförderungsmaßnahmen durchführen und sind daher auf externe Angebote angewiesen. Im Falle der direkten Auszahlung muss der Arbeitgeber dokumentieren, das dem Arbeitnehmer tatsächlich begünstigte Aufwendungen zur Gesundheitsförderung entstanden sind. Der Arbeitgeber sollte sich außerdem durch die Anbieter von gesundheitsfördernden Maßnahmen belegen lassen, dass diese im Präventionsleitfaden der
Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind.

 

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